Beschwerden
Zecken
Symptome
Zecken sind winzig klein und von Auge schwer zu erkennen. Erst wenn sie anfangen, sich vollzusaugen, findet man sie leicht. Sie suchen sich gerne ein warmes Plätzchen aus und sind daher vorzugsweise hinter den Ohren, unter den Armen und im Genitalbereich zu finden.
Am Ende einer Blutmalzeit sind sie rund 200-mal schwerer als zu Beginn. Ein Zeckenbiss kann, muss aber keinesfalls jucken. Normalerweise zeigt er sich aber nur dann, wenn es zu einer Infektion kommt. Um die Einstichstelle bildet sich ein roter Fleck oder Ring, die sogenannte Wanderröte. Gefährlich können Zeckenbisse wegen der Übertragung der Zecken-Hirnhautentzündung (oder Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME) und der Borreliose sein. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet jährlich mit 9000 bis 12 000 Borreliose-Erkrankungen.
Ursachen und Hintergründe
Zecken ernähren sich vom Blut ihrer Wirte. Dabei verankern sie sich bis zu zehn Tage auf der Haut. Als passender Wirt dienen Mäuse, Igel oder eben auch der Mensch. Sie graben mit ihrem Mundwerkzeug einen Pool in die Haut, welcher sich mit Blut füllt. In diese Wunde injizieren sie mit dem Speichel gerinnungshemmende und betäubende Substanzen, damit sie nicht bemerkt wird. Im Speichel befinden sich für den Menschen gefährliche Krankheitserreger wie für Frühsommer-Meningoenzephalitis, die sogenannte Zecken-Hirnhautentzündung, oder Lyme-Borreliose.
Was man selbst tun kann
Entdeckt man eine Zecke, so muss man sie schnellstmöglich mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernen: Die Pinzette bzw. Zeckenkarte möglichst nahe am Kopf der Zecke anlegen bzw. darunter schieben und gerade herausziehen. Die betroffene Stelle sowie die Hände desinfizieren. In Risikogebieten lohnt es sich unter Umständen, die Zecke in einem Schraubglas aufzubewahren, damit man sie – sofern eine Infektion auftritt – analysieren lassen kann.
Machen Sie nach einem Zeckenstich einen Eintrag im Zeckenpass: Notieren Sie, wann Sie gestochen wurden und wie sich die Wunde in den folgenden Tagen entwickelt hat. Beispielsweise ob Rötungen auftreten, ob sich ein Ring bildet oder ob die Stelle anschwillt. Der Zeckenpass kann dem Arzt wichtige Anhaltspunkte geben. Zum Arzt müssen Sie auch gehen, wenn beim Herausziehen der Zecke der Kopf in der Haut stecken geblieben ist.
Tritt eine Schwellung oder Rötung um die Einstichstelle auf oder kommt es gar zu Fieber, Übelkeit oder Lähmungserscheinungen, sofort zum Arzt gehen. Manche Symptome zeigen sich auch erst Wochen später.
