Beschwerden

Trockene Nasenschleimhäute

Symptome

Trockene Nasenschleimhäute äussern sich dadurch, dass sich die Nase verstopft und schmerzhaft anfühlt. Verkrustetes Nasensekret und Nasenbluten können ebenfalls Hinweise darauf sein, dass die Schleimhäute ihre Funktion nicht mehr wahrnehmen können. Auch die Atmung kann dadurch behindert und der Schlaf gestört sein.

Ursachen

Im Winter, während der Heizsaison, ist die Raumluft meist trocken, was den Schleimhäuten zusetzt. Auch kaltes, windiges Wetter kann die Nasenschleimhäute austrocknen. Erkältungen, Schnupfen, Nebenwirkungen von Medikamenten wie abschwellenden Nasensprays können die Schleimhäute austrocknen und irritieren.

Das Hauptproblem trockener Schleimhäute ist, dass die Abwehrfunktion gegen Viren und Bakterien drastisch herabgesetzt ist. Denn beim Einatmen wird die Atemluft in der Nase nicht nur gereinigt und aufgewärmt, sondern auch befeuchtet.

Was man bei trockenen Nasenschleimhäuten selbst tun kann

  • Um den schützenden Sekretfilm in der Nase zu stabilisieren, eignen sich beispielsweise Meerwasserspülungen. Zwei- bis dreimal täglich angewendet, halten sie die Nasenschleimhäute in Abwehrbereitschaft.

  • Tägliche Nasenduschen mit Salzspülungen stärken die Nasenschleimhäute zusätzlich. Das System ist einfach, aber gewöhnungsbedürftig. Lassen Sie sich in der Drogerie beraten.

  • Für unterwegs eignen sich Meerwassersprays.

  • Auch spezielle schützende und befeuchtende Nasensalben unterstützen den Heilungsprozess.

  • Lieber mehrmals kurz und kräftig als einmal pro Tag lange lüften: Mit dem sogenannten Schocklüften beugen Sie trockener Raumluft auf einfachem Weg vor.

Vorbeugen

  • Für ausreichende Befeuchtung sorgen: Pflanzen, Zimmerbrunnen, Schalen mit Wasser oder Luftbefeuchter aufstellen. Wasser in Luftbefeuchtern aus hygienischen Gründen regelmässig wechseln.

  • Vor dem Schlafengehen gut lüften; aber bei trocken-kaltem oder windigem Wetter nicht bei offenem Fenster schlafen.

  • Dampfinhalationen mit heissem Salzwasser.

  • Trinken Sie ausreichend: 1,5 bis 2 Liter Mineralwasser oder Tee pro Tag.

Guter Rat aus der Drogerie

Das Schüssler Salz Nr. 8 (Natrium chloratum) sowie Leinöl helfen bei Trockenheit der Haut und der Schleimhäute.

Kommt es wegen trockener Schleimhäute zu Nasenbluten, habe ich sehr gute Erfahrungen mit einer Spagyrik-Mischung gemacht, die Arnica, Millefolium und Equisetum enthält.

Diese Empfehlungen gibt Peter Dobler, eidg. dipl. Drogist, von der Drogerie P. Dobler in Lachen (SZ).

Expertenrat

Stellen Sie unseren Experten Ihre Fragen zu trockenen Nasenschleimhäuten oder anderen Gesundheitsthemen. Sie erhalten kostenlos innert wenigen Tagen eine persönliche Antwort.

Autorinnen: Katharina Rederer und Julia Burgener
Redaktion: Katharina Rederer
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