Beschwerden
Menstruationsbeschwerden
Symptome
Menstruationsbeschwerden äussern sich in unterschiedlichster Form. Während viele Frauen kaum Beschwerden haben, leiden andere heftig. Es gibt eine Vielzahl an Symptomen, die hormonell bedingt während der Menstruation auftreten können. Darunter fallen Unwohlsein, ziehende Schmerzen im Unterbauch, Kopfschmerzen, Heisshunger oder Appetitlosigkeit.
Als ganz typisch gelten die starken, krampfartigen Bauchschmerzen, mit medizinischem Fachbegriff Dysmenorrhö genannt. Sie werden in zwei Kategorien unterteilt:
Die primäre Dysmenorrhö tritt ab der ersten Monatsblutung auf. Die Beschwerden sind am ersten Tag am stärksten, lassen an den folgenden Tagen nach und können von Symptomen wie Übelkeit, Durchfall, Kreislaufstörungen, Kopf- und Kreuzschmerzen begleitet sein.
Die sekundäre Dysmenorrhö entwickelt sich erst im Laufe der Jahre. Die Ursachen sind vielfältig, meist organisch bedingt und müssen ärztlich abgeklärt werden.
Viele Frauen haben aber nicht nur während, sondern auch mehrere Tage vor den Tagen mit Unwohlsein zu kämpfen. Bauchschmerzen, Spannungsgefühle in den Brüsten, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sind nur einige der Beschwerden, die auftreten können. Sie werden unter dem Begriff prämenstruelles Syndrom – kurz PMS – zusammengefasst. Die prämenstruellen Beschwerden treten sieben bis vierzehn Tage vor der Regel auf, in der Phase zwischen Eisprung und Menstruation, und klingen mit Beginn der Monatsblutung wieder ab. Insgesamt sind es über hundertfünfzig Symptome, die im Zusammenhang mit PMS genannt werden.
Ursachen und Hintergründe
Der weibliche Körper ist erheblichen hormonellen Veränderungen unterworfen und bewältigt während der Menstruation einen beachtlichen Blutverlust. Das geht an den meisten Frauen nicht spurlos vorbei. Sie leiden unter körperlichen Beschwerden, manche von der allerersten Regel an bis zur Menopause. Die Monatskrämpfe entstehen, weil sich die Gebärmutter zusammenzieht, um die nicht zur Einnistung eines Eis benötigte Schleimhaut abzustossen. Für das Zusammenziehen der Gebärmutter sorgen Prostaglandine. Diese körpereigenen Substanzen lösen nebst der Muskelkontraktion auch Schmerzen aus.
Lange wurde das prämenstruelle Syndrom als Scheinkrankheit abgetan, doch weiss man heute, dass Ursachen möglicherweise in einem hormonellen Ungleichgewicht zu suchen sind. Wenn eine Frau wissen will, ob sie unter PMS leidet, führt sie zwecks Übersicht über die Symptome am besten einen Menstruations-Kalender.
Was man selbst tun kann
Sofern die erste und die folgenden Monatsblutungen normal verlaufen, empfiehlt sich ab dem Alter von circa 18 Jahren eine jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchung. Tritt die Periode häufiger als in Abständen von drei Wochen auf, ist es ratsam, einen Gynäkologen oder eine Gynäkologin zu konsultieren. Das gilt auch bei sehr starken Blutungen, da eine Anämie (Blutarmut) auftreten kann.
Spagyrische Sprays oder homöopathische Mittel mit beispielsweise Mönchspfeffer, Pulsatilla oder Belladonna helfen bei Menstruationsbeschwerden.
Ingwertee wärmt von innen und wirkt dadurch gegen Krämpfe. Die Wurzel lindert zudem Übelkeit. Alternative zum Tee: Ein frisches oder getrocknetes Stück Ingwer kauen.
In Ihrer Drogerie finden Sie auch ein grosses Sortiment an hochwertigen Teekräutern, die für sanfte Hilfe an den kritischen Tagen sorgen. Probieren Sie zum Beispiel Teemischungen aus Brombeerblättern, Frauenmantel, Taubnessel, Johanniskraut, Ringelblume und Eisenkraut zur Linderung von Periodenschmerzen aus.
Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, ist die richtige Zubereitung von Bedeutung. Für die krampflösenden und schmerzlindernden Kamillenblüten, Schafgarbenkraut und Gänsefingerkraut sieht diese folgendermassen aus:
Kamillenblüten: Pro Tasse 2 bis 3 Teelöffel mit heissem (nicht kochendem) Wasser übergiessen. Den Tee anschliessend 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Schafgarbenkraut: 2 gehäufte Teelöffel mit kochendem Wasser übergiessen. Den Tee 15 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb abgiessen.
Gänsefingerkraut: 3 Teelöffel mit kochendem Wasser übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschliessend durch ein Sieb abgiessen und schluckweise trinken.
Äusserlich wohltuend wirken sanfte Unterbauchmassagen mit Ölen, die beispielsweise die Inhaltsstoffe der Römischen Kamille oder des Johanniskrauts enthalten.
Bettflasche und Wärmewickel lindern Schmerzen und Krämpfe. Für den Wickel zum Beispiel ein Geschirrtuch in Kamillentee tränken, auswinden und auf den Bauch legen. Mit Wärmeflasche und Frotteetuch bedecken. 30 Minuten ruhen.
Schulmedizinische Schmerztabletten bringen schnelle Hilfe gegen starke Schmerzen, zum Beispiel mit dem krampflösenden Wirkstoff Ibuprofen.
Stress beeinflusst die Beschwerden während der Monatsblutung negativ. Der Grund: Stress bedeutet Anspannung, und je verkrampfter man ist, desto stärker sind die Schmerzen. Deshalb sollten betroffene Frauen während der Menstruation belastende Situationen wenn möglich meiden und sich so viel Ruhe wie möglich gönnen.
Beim prämenstruellen Syndrom können folgende Tipps die Tage vor den Tagen erleichtern:Tryptophan kann Essgelüste, besonders Heisshungerattacken, mindern. Die Aminosäure kommt zum Beispiel in Cashewnüssen, Sonnenblumenkernen und Weizenkeimen vor.
