Beschwerden
Heuschnupfen
Symptome
Die Augen brennen, tränen und sind gerötet. Die Nase läuft, ist geschwollen oder verstopft, und: Heuschnupfengeplagte niesen zigmal am Tag. Bei schwerem Heuschnupfen kann das Atmen erschwert sein. Wer lange unter starkem, unbehandeltem Heuschnupfen leidet, geht das Risiko ein, dass sich aus dem Heuschnupfen ein chronisches Asthma entwickelt.
Ursachen und Hintergründe
Auslöser für Heuschnupfen sind Pollen (Blütenstaub) von Bäumen, Sträuchern und Gräsern oder Getreide. Bei Heuschnupfen – wie bei jeder andern Allergie auch – findet eine Überreaktion des Körpers auf eine an sich harmlose Substanz (Allergen) statt. Das Immunsystem kategorisiert diese Substanzen als gefährlich und bildet dagegen Antigene. Der Körper reagiert also genauso, als ob er eine Krankheit bekämpfen müsste. Mit dem Niesen etwa sollen die Pollen aus dem Körper herauskatapultiert und mit dem tränenden Auge ausgeschwemmt werden. Die weitaus häufigste Gruppe von Heuschnupfenallergikern reagiert auf Gräserpollen, gefolgt von Blütenpollen von Bäumen. Drei Viertel aller Patienten reagieren sogar auf beides – Gräser und Bäume. Die Mehrheit der Allergiker reagiert auf die 12 häufigsten allergieauslösenden Pflanzen. Somit ist die Chance gross, bei einer Abklärung den wirklichen Auslöser schnell zu identifizieren. Eine Verifizierung lohnt sich, weil danach die Verhaltensmassnahmen konkreter werden können.
Was man selbst tun kann
Am Morgen nicht oder nur kurz lüften, dann tagsüber die Fenster geschlossen halten.
Lüften, nachdem es kräftig geregnet hat. Regenwasser schwemmt die Pollen weg, was Allergikern vorübergehend Erleichterung verschafft.
Tagesbekleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen und über Nacht ausserhalb des Schlafzimmers lassen. Die Kleidung häufig wechseln.
Bei starkem Pollenflug die Haare jeden Abend waschen, um die Pollen aus den Haaren zu spülen.
Eine grosse, seitlich möglichst geschlossene Sonnenbrille tragen.
Staubsauber mit Pollenfilter benutzen.
Am frühen Morgen ist der Pollenflug am stärksten, sportliche Aktivitäten, Spaziergänge auf den Abend verlegen. Auch ein gemütliches Sonntagsfrühstück im Garten ist weniger zu empfehlen.
Kühlende Kompressen lindern brennende Augen.
Physiologische Kochsalzlösung zum Ausspülen der Pollen aus der Nase.
Zum Vorbeugen und Behandeln können Kalziumtabletten, ein Nasenspray und/oder Augentropfen helfen. Lassen Sie sich in der Drogerie beraten.
Auch mit homöopathischen Mitteln werden gute Erfolge erzielt, allerdings müssen die bereits im Winter, also vor der Heuschnupfensaison, eingenommen werden. Begleitend können zudem Schwarzkümmelölkapseln eingenommen werden.
Manche Patienten reagieren gut auf Akupunkturbehandlungen.
Im Notfall helfen auch Tabletten mit Antihistaminika, sogenannten antiallergischen Wirkstoffen.
