Beschwerden
Heiserkeit
Symptome
Eine heisere Stimme tönt leise, rauchig, gequetscht, krächzend oder schwach. Häufig geht ein Räusperzwang mit einer Heiserkeit einher. Heiserkeit bezeichnet die eingeschränkte Qualität des Stimmvolumens. Von Heiserkeit häufig betroffen sind Menschen, die ihre Stimme im Alltag häufig brauchen, wie beispielsweise Sänger, Lehrer, Radio- oder TV-Sportreporter. Aber auch übermässiger Alkohol-, Cannabis- oder Zigarettenkonsum können zu Heiserkeit führen.
Ursachen und Hintergründe
Der Kehlkopf setzt sich aus Knorpeln, Muskulatur und Schleimhäuten zusammen; kommt es bei einem dieser Elemente zu einer Störung, können in der Folge die Stimmbänder nicht mehr richtig schwingen und die Stimme verändert sich. Die häufigsten Ursachen einer Heiserkeit sind Erkältungen (Virusinfektionen) und die Überbeanspruchung der Stimme. Selten können auch ein Pseudokrupp bei Kindern oder gewisse Medikamente zu Heiserkeit führen.
Nicht immer ist Heiserkeit harmlos. Dauert die Heiserkeit länger als drei Tage an, sollte man den Arzt oder die Ärztin aufsuchen.
Was man selbst tun kann
Bei Heiserkeit sollte man ausreichend trinken (1,5 bis 2 Liter pro Tag) – am besten Tee.
Reizmildernd wirken dabei Tees, die Eibisch oder Malve enthalten.
Auf Kaffee und auf Fruchtsäfte soll wegen der Säure besser verzichtet werden.
Inhalieren mit entzündungshemmenden Heilpflanzen wie Kamille oder Salbei.
Befeuchtende Lutschbonbons regen den Speichelfluss an.
Milde Lokalanästhetika in Lutschtabletten oder als Gurgellösungen wirken bei Rachenentzündungen schmerzlindernd.
Den Hals warm halten. Ein Halstuch oder einen Rollkragenpullover tragen.
Einen wärmenden Kartoffel- oder Zwiebelwickel anlegen. In der Drogerie gibt es auch fixfertige Pasten, mit denen sich entzündungshemmende Wickel machen lassen.
Die Stimme schonen, lieber wenig, aber normal sprechen. Wer bewusst flüstert, beansprucht die Stimmbänder stärker als bei normaler Sprechlautstärke.
Vorbeugen
Zur Vorbeugung helfen die gleichen Massnahmen wie bei einer Erkältung. Achten Sie darauf, dass Ihr Immunsystem fit ist, indem Sie sich gesund ernähren, sich regelmässig bewegen und für genügend Schlaf sorgen.
Zudem sollte man nicht rauchen bzw. sich nicht in rauchigen Räumen aufhalten, denn trockene Luft kann die Stimmbänder reizen. Für ein gutes Raumklima sind Grünpflanzen hilfreich; im Winter zusätzlich einen Luftbefeuchter installieren.
