Beschwerden

Grippe

Symptome

Die Symptome einer Grippe sind jenen einer Erkältung ähnlich, nur sind sie heftiger und treten meist plötzlich auf. Schnupfen, Husten, Fieber über 38 Grad, Schüttelfrost, starke Gelenkschmerzen und schwere Krankheitsgefühle sind die typischen Anzeichen einer Grippe. Mit Sicherheit kann allerdings nur der Arzt mittels einer Blutuntersuchung feststellen, ob es sich um Erkältungs- oder Grippeviren handelt. Vor allem bei älteren oder gesundheitlich angeschlagenen Personen kann zusätzlich ein bakterieller Infekt auftreten (genannt Superinfektion). Weil der Körper bereits mit der Abwehr des Virus beschäftigt ist, können sich die Bakterien ungehindert ausbreiten. Solche Superinfektionen sind gefährlich und führen zum Beispiel zu Mittelohrenentzündungen, Gehirnhautentzündungen oder zu Lungenentzündungen.

Eine virale Grippe dauert meist eine Woche, die effektive Genesungszeit kann sich aber über mehrere Wochen erstrecken.

Rund alle ein bis drei Jahre tritt die Grippe gehäuft auf, dann spricht man von einer Epidemie. Alle zehn Jahre kommt es zu einer Pandemie, die ein ganzes Land, einen ganzen Kontinent oder die ganze Welt trifft.

Ursachen und Hintergründe

An einer Grippe erkrankt man, wenn man sich mit einem Grippevirus infiziert. Übertragen werden Grippeviren durch Tröpfchen- und Schmierinfektionen. Das heisst, wenn Sie einer hustenden, niesenden Person gegenübersitzen, ihr die Hand geben oder eine Türfalle, Liftknöpfe berühren, die zuvor von kranken Personen angefasst wurden, können Sie sich leicht anstecken.

Was man selbst tun kann

  • Bei einer Grippe empfiehlt sich eine mehrtägige Bettruhe, um den Kreislauf zu schonen.

  • Ausreichend trinken, um die Schleimhäute gut zu befeuchten und den Schleim zu lösen.

  • Husten mit Schleimauswurf darf nicht unterdrückt werden, denn das verhindert die Heilung. In der Drogerie finden Sie geeignete Mischungen von Erkältungstees, Husten- oder Brusttee. Reizlindernd und krampflösend sind Eibisch, Malve, Huflattich, Isländisch Moos, Sonnentau. Schleimlösend sind Thymian, Süssholzwurzel, Anis, Primelwurzel, Spitzwegerich, Huflattich, Eukalyptus, Efeu, Anis und Königskerze. Auch Hustensirupe, Spagyrikmischungen oder homöopathische Mittel mit schleimlösender und entzündungshemmender Wirkung helfen, den Husten zu lindern. Unterstützend wirken Erkältungssalben und Inhalationen mit Heisswasser und ätherischen Ölen: Achtung Eukalyptus und Kampfer sind für Kinder unter sechs Jahren nicht geeignet.

  • Die Heilpflanze Pelargonium sidoides (Kapland-Pelargonie) wird bei akuter Bronchitis eingesetzt. Die Wirkstoffe der Pflanze mobilisieren die körpereigenen Immunzellen, weswegen sich Krankheitserreger nicht vermehren können. Zudem wirkt Pelargonium antibakteriell, antiviral und schleimlösend, stärkt das Immunsystem und verhindert eine Reinfektion.

  • Bei Schnupfen muss die Nase gut befeuchtet werden. Etwa mit einem Meersalzspray, einer Nasenspülung, einer Inhalation mit ätherischen Ölen oder innerlich mit dem Schüssler-Salz Nr. 8. Medizinaltees mit Holunderblüten, Salbei und Mädesüss sorgen für Wärme von innen. Hilfreich sind auch Lindenblütentee oder ein heisser Aufguss aus Zitronensaft, Wasser, Honig und Ingwer. Je nachdem, ob die Nase läuft, trocken, verstopft oder verschleimt ist, empfehlen sich unterschiedliche Heilmittel. Diese müssen regelmässig bis zum Abheilen eingenommen werden. Während der schlimmsten Schnupfentage muss eventuell mit einem konventionellen, schleimhautabschwellenden Spray nachgeholfen werden. Dieses sollte jedoch nicht länger als eine Woche angewendet werden.

  • Bei Schluckbeschwerden, Halsweh und Heiserkeit empfiehlt sich das Gurgeln mit Salbeitee. Eine Teemischung aus Eibisch, Malve, Schachtelhalmkraut und Süssholzwurzel lindert den Halsschmerz. Die Pelargoniumwurzel, als spagyrischer Spray verabreicht, wirkt antiviral. Heisser Holundersirup und Honig mit Milch wirken wohltuend. Bei heftigen Beschwerden sind schulmedizinische Mittel mit einer antibakteriellen Wirkung empfohlen. Ideal ist dabei zum Beispiel eine Lösung zum Gurgeln. Für die Einnahme unterwegs eignen sich Lutschtabletten mit schmerzlindernder und entzündungshemmender Wirkung.

  • Ursache von Ohrenschmerzen ist meist eine geschwollene Nase. Zum Druckausgleich sind die Ohren und der Nasen-Rachen-Raum über die Eustachische Röhre im Mittelohr miteinander verbunden. Ist nun die Nase geschwollen, ist der Druckausgleich gestört. Abschwellende Nasensprays oder tropfen nehmen den Druck, Ohrentropfen lindern den Schmerz. Innerlich kann die Heilung der Ohrenschmerzen mit homöopathischen Globuli, mit abwehrsteigernden Naturheilmitteln (Echinacea oder Taigawurzel) oder Erkältungstees unterstützt werden.

  • Ergänzend dämpfen Hausmittel wie Ohrwickel mit Zwiebeln, Kartoffeln oder Quark die Beschwerden bei einer Grippe.

  • Wenn Sie Fieber senken wollen, können Sie dies mit Essigsocken versuchen oder sich in der Drogerie nach fiebersenkenden und schmerzlindernden Mitteln erkundigen.

  • Wenn die Grippe mit einem steifen Nacken, Atembeschwerden oder Bewusstseinstrübung einhergeht, das Fieber über 39,5 Grad ansteigt, müssen Sie zum Arzt.

  • Senioren, Menschen mit einer Immunschwäche und solche, die beruflich häufig mit anderen Personen in Kontakt kommen, sollten sich bei ihrem Hausarzt über die Möglichkeit einer Grippeimpfung informieren.

Die Drogerie in Ihrer Nähe

DrogoSearch
Besuchen Sie uns auf Facebook
  • Print
  • Recommend
  • Facebook
  • Twitter
© 2012 vitagate ag