Beschwerden

Aphthen

Symptome

Aphthen sind linsengrosse, offene, milchig-gelbliche Stellen oder Geschwüre im Mund, die meist von einem roten Ring umgeben sind. Sie befallen die Mundschleimhaut, die Zunge oder den Gaumen. Die entzündete Schleimhaut schmerzt vor allem beim Essen von sauren oder scharfen Speisen erheblich. Mitunter sind auch die Halslymphknoten vorübergehend geschwollen.

Ursachen und Hintergründe

Was Aphthen verursacht, ist noch nicht gänzlich geklärt. Die Forschung vermutet, dass der mögliche Auslöser eine Kombination verschiedener Faktoren ist. So beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem, Stress, Zink- oder Vitamin-B12-Mangel und/oder einzelne Lebensmittel. Da Frauen häufiger unter Aphthen leiden als Männer, könnten Hormonschwankungen auch eine Rolle spielen. Zudem sind familiäre Häufungen bekannt, was auf eine vererbbare Komponente hinweist. Mit zunehmendem Alter treten Aphthen seltener auf. Aphthen sind nicht ansteckend und verursachen nur in seltenen Fällen grössere gesundheitliche Störungen.

Was man selbst tun kann

Häufig sind kleine Aphthen, die sogenannten Minor-Aphthen, harmlos und heilen ohne Narbenbildung innerhalb einer bis maximal dreier Wochen von selbst ab. Seltener sind grosse, sogenannte Major-Aphthen, die bis zu drei Zentimeter gross werden können. Bei solchen Aphthen ist eine ärztliche Abklärung notwendig. Um die Schmerzen einzudämmen, sind im Fachhandel verschiedene Lokalanästhetika in Gel- oder Creme-Form oder als Lutschtabletten erhältlich. Tinkturen aus Myrrhe, Nelke oder Rhabarberwurzel können ebenfalls helfen. Zum Gurgeln eignen sich Malventee und Salbeitee; alternativ kann man auch einen Schwarzteebeutel direkt auf die Aphthen legen. Um das Eindringen von Bakterien an den betroffenen Stellen zu verhindern, muss auf eine gute Mundhygiene geachtet werden. Nach der Zahnreinigung eine keimabtötende Mundspüllösung verwenden. Wer feststellt, dass gewisse Lebensmittel wie beispielsweise Nüsse, Tomaten oder Käse die Aphthenbildung begünstigen, sollte diese möglichst meiden. Eine spagyrische Mischung aus Kamille, Küchenzwiebel und Kapuzinerkresse oder Bienenkittharz, Rotem Sonnenhut, Salbei und Kamille kann die Beschwerden ebenfalls lindern. Auch Homöopathie (Borax und Mercurius sublimatus corrosivus) sowie die Schüssler-Salze Nr. 3, 4 und 5 unterstützen möglicherweise die Heilung. Die Einnahme von Eisen, Zink, Folsäure, Vitamin B12 oder Nicotinsäureamid können hilfreich sein. Manchen helfen auch Zahncremen und Gels, die Teebaumöl enthalten. Hilfreich soll angeblich auch das Betupfen der Aphthen mit Honig sein. Den Honig eine gewisse Zeit einwirken lassen und anschliessend den Mund mit lauwarmem Wasser ausspülen. Generell gilt: Ausprobieren, was einem hilft. Und: Bei den ersten Anzeichen handeln, bevor die Aphthen bereits gross und sehr schmerzhaft sind.

Die Drogerie in Ihrer Nähe

DrogoSearch
Besuchen Sie uns auf Facebook
  • Print
  • Recommend
  • Facebook
  • Twitter
© 2012 vitagate ag