Wechseljahre
Möglichkeiten und Grenzen von Phytohormonen
Wechseljahrbeschwerden kann auch mit natürlichen Mitteln effektiv begegnet werden. Hilfe bieten Phytohormone, die in vielen Pflanzen und Lebensmitteln enthalten sind.
Diese Inhaltsstoffe von Phytohormonen kommen in ihrer Wirkung dem körpereigenen Östrogen sehr nahe und können Beschwerden lindern. Zu den bekanntesten Wechseljahrpflanzen gehören die Traubensilberkerze, Hopfen, Rotklee und Wilder Jams. Auch einige Lebensmittel enthalten Phytohormone und wirken sich positiv auf den Organismus aus. In diesem Zusammenhang ist Soja das bekannteste Lebensmittel. Entdeckt wurde dies durch den Umstand, dass Japanerinnen sehr selten unter Wechseljahrbeschwerden leiden, kaum Osteoporose haben, und auch Herzkreislauferkrankungen seltener vorkommen. Wissenschafter führen dies auf die sojareiche Ernährung zurück. Diese beinhaltet Sojamilch, Tofu usw. Da Soja in Westeuropa nur selten auf dem Speiseplan steht, bringt es bei Wechseljahrbeschwerden lediglich in Kapselform als konzentrierter Wirkstoff den gewünschten Erfolg.
Und die Schulmedizin
Aus schulmedizinischer Sicht gibt es wenige Untersuchungen zur Wirksamkeit und zu den Risiken von Phytohormonen. Meist wird ihnen eine schwächere Wirkung als Östrogenen attestiert. Für Frauen mit leichten Beschwerden ist die Einnahme von Phytohormonen jedoch die bessere Wahl als eine vergleichsweise starke Hormontherapie, die weit übers Ziel hinaus schiesst. Lassen Sie sich in der Drogerie über entsprechende Extrakte und Nahrungsergänzungsmittel beraten. Natürliche Helfer im Überblick:
Heilpflanzen, die Beschwerden lindern – sei es in Form von Tees, Dragées, Tropfen oder als spagyrische Sprays, Tinkturen und Globuli Traubensilberkerze ist ein für Wechseljahrbeschwerden häufig verordnetes Medikament. Es hat östrogenartige Wirkung und kann Hitzewallungen und dadurch verursachte Schlafstörungen lindern. Ausserdem kann es Veränderungen an Haut und Schleimhäuten ausgleichen.
Frauenmantel hemmt die Schweissbildung bei Hitzewallungen und Schweissausbrüchen.
Salbei reguliert das Temperaturzentrum und hemmt die Schweissproduktion. Geeignet bei Hitzewallungen mit Schweissausbrüchen.
Baldrian wirkt beruhigend bei innerer Unruhe und schlaffördernd bei Einschlafstörungen.
Johanniskraut wirkt antidepressiv, gleicht Stimmungsschwankungen aus. Vorsicht: Die Sonnenempfindlichkeit wird erhöht. Es kann die Wirksamkeit gleichzeitig eingenommener Medikamente beeinträchtigen. Es sei denn, Johanniskraut wird in homöopathischer oder spagyrischer Form eingenommen.
Kava-Kava (Rauschpfeffer) ist ein Mittel gegen Nervosität, Schlafstörungen und gegen Depressionen. Kava-Kava ist nur in homöopathischer oder spagyrischer Form erhältlich und darf auch nur so eingenommen werden.
Mönchspfeffer hilft bei Brustspannen und Berührungsempfindlichkeit. Wirkt zyklusregulierend und bessert Schmier- und Zwischenblutungen.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann

