Wechseljahre
Was im Körper wirklich passiert
Jede Frau weiss, dass sie einmal in die Wechseljahre kommen wird. Dennoch löst das Thema bei vielen Unbehagen aus. Aber machen Sie sich keinen Kopf – Wechseljahre sind kein Schicksalsschlag.
«Wenn Sie an Raquel Welch, Diana Ross, Sophia Loren und Jane Fonda denken, denken Sie dann auch an vaginale Trockenheit, Hitzewallungen und Nachtschweiss…? Nun, ich schon.»
Dieses Zitat stammt aus dem Buch von Gayle Sand «Ist es heiss hier drin, oder bin ich das?». Die amerikanische Kolumnistin bringt es in ihrem Erfahrungsbericht voll auf den Punkt: Alle genannten Frauen sind jenseits der Fünfzig und haben den Beweis erbracht, noch lange nicht zum alten Eisen zu gehören. Denn der persönliche Sex-Appeal muss auch nach den Wechseljahren nicht spurlos verschwunden sein.
Körperliche Veränderungen
Viele Frauen fühlen sich mit dem Einsetzen der Wechseljahre alt und unattraktiv und fürchten, es auch zu werden. Der medizinische Begriff «Klimakterium» macht die Sache nicht besser – klingt das doch eher nach einer Krankheit denn nach einem natürlichen Lebensabschnitt der Frau. Was aber passiert denn im Körper wirklich? Hier die Fakten:
Als Wechseljahre bezeichnet man die Übergangsphase von den fruchtbaren zu den unfruchtbaren Jahren. Das heisst, die seit der Pubertät zyklisch verlaufende Hormonproduktion in den Eierstöcken lässt nach. Der Körper muss sich auf ein neues hormonelles Gleichgewicht einstellen. Der weibliche Hormonspiegel (Östrogen) schwankt nicht mehr zyklisch und pendelt sich auf einem tieferen Niveau ein. Wie lange Frauen in den Wechseljahren sind, ist sehr individuell. Sie können von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern. Beschwerden wie Hitzewallungen usw. können sowoh mit Hormonersatztherapien als auch mit Phytohormonen gelindert werden. Die Wechseljahre verlaufen in vier Phasen.
Prämenopause
Prämenopause wird die Zeitspanne genannt, in der die Eisprünge und Regelblutungen unregelmässig werden. Möglicherweise treten bereits jetzt Beschwerden wie Hitzewallungen auf.
Menopause
Der Begriff Menopause wird fälschlicherweise oft für die ganze Zeitspanne der Wechseljahre verwendet. Streng genommen, handelt es sich jedoch um das endgültige Aussetzen der Monatsblutungen. Treten bei einer Frau ein Jahr lang keine Monatsblutungen mehr auf, kann sie davon ausgehen, dass diese endgültig vorbei sind. Die meisten Frauen sind zwischen 48 und 52 Jahre alt, wenn die Menopause eintritt. Rund ein Prozent der Frauen sind noch keine vierzig.
Perimenopause
Die Perimenopause umschreibt einen individuell langen Zeitraum vor und nach der Menopause. Während dieser Zeit erlebt die Frau die grössten körperlichen Symptome wie unregelmässige Zyklen, Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen. Nicht jede Frau muss von diesen unangenehmen Begleiterscheinungen betroffen sein.
Postmenopause
Als Postmenopause werden die zehn Jahre nach der letzten Regelblutung bezeichnet. In dieser Zeit pendelt sich nach und nach ein neues Hormongleichgewicht ein, und es werden nur noch geringe Mengen an Hormonen ausgeschüttet. Gegen Ende der Postmenopause ist die Östrogenproduktion vollständig eingestellt.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann

