Schlafstörungen
Mit zunehmendem Alter können kürzere Tiefschlafphasen und häufigeres Aufwachen die Schlafqualität beeinflussen. Wird stundenlanges Schäfchenzählen jedoch zum Normalzustand, empfehlen wir Ihnen, mit sanften Methoden zu erholsamem Schlaf zurückzufinden. Regel Nummer eins: Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie müde sind! Ein beruhigender Spaziergang oder ein warmes Bad entspannen und machen Lust, sich bald die Decke über den Kopf zu ziehen. Als natürliche Einschlafhilfen haben sich nebst Baldrian- und Hopfenpräparaten auch Melisse, Passionsblume und Orangenblüten bestens bewährt.
Folgeerkrankungen richtig vorbeugen
Leichte Wechseljahrbeschwerden bessern sich – auch ohne Behandlung –, sobald die hormonelle Umstellung abgeschlossen ist. Etwas anders sieht es mit Beschwerden aus, die sich aufgrund eines langfristigen Hormonmangels einstellen können. Wer bereits bei den ersten Anzeichen der Wechseljahre vorbeugt, erweist seinem Körper einen Freundschaftsdienst.
Osteoporose
Das Östrogen trägt seinen Teil dazu bei, dass die Knochen mit genügend Kalzium versorgt werden. Sinkt die Konzentration der Östrogene im Blut, fehlt ein wichtiger Faktor für den Knochenaufbau. Eine kalziumreiche Ernährung hilft, diesen Mangel auszugleichen. Bei Frauen in den Wechseljahren mit Hormontherapie wird eine Kalziumzufuhr von 1000 mg empfohlen. Frauen ohne Hormontherapie sollten 1000 bis 1500 mg Kalzium zu sich nehmen.
Kalziumreich sind vor allem Mineralwasser und Milchprodukte (ein Becher Joghurt enthält ca. 240 mg Kalzium). Kalzium und Vitamin D können auch durch in der Drogerie erhältliche Mineralstoffpräparate eingenommen werden – lassen Sie sich von Ihrer Drogistin entsprechend beraten.
Blasenbeschwerden
Während den Wechseljahren kommt es bei rund der Hälfte aller Frauen zum unfreiwilligen Abgang von Urin. Ein Dreipunkteprogramm hilft, Harninkontinenz entgegenzuwirken.
Sorgen Sie für einen Ausgleich des hormonellen Defizits. Östrogenhaltige Cremen oder Scheidenzäpfchen helfen, Blasenbeschwerden zu lindern.
Gesunde Ernährung mit Vermeidung bzw. Reduktion von Übergewicht – denn jedes Kilo Bauchfett weniger entlastet den Beckenboden.
Gezieltes Beckenbodentraining und ausreichende körperliche Aktivität helfen bei Blasenbeschwerden wie etwa unfreiwilligem Harnabgang.
Informationen zum Thema Harninkontinenz.
Autor und Redaktion: Didier Buchmann
